Inform 2 / 2013 - page 27

Sauberkeit ist oberstes Gebot in der Eis-
diele. Denn selbst wenn sich Bakterien
auf dem kalten Eis kaum vermehren
können, taut das Eis an – und war es
verunreinigt, dann erwachen Bakterien
aus ihrem Kälteschlaf und tun, wozu sie
auf der Welt sind. Sie kriechen in Ihren
Darm und tanzen Rumba. Auch Salmo-
nellen sind alles andere als ungefährlich.
Deshalb sollten Sie auch niemals an-
oder aufgetautes Eis wieder einfrieren.
Je stabiler die Kühlkette, desto besser.
Wir können Eis!
In einer Welt, in der notorisch unzuver-
lässige Eiscremeproduzenten ihr Un-
wesen treiben, wird man zum Selbst-
versorger. Es ist wirklich einfach, Eis
selbst herzustellen. Um Eiskristalle zu
vermeiden, muss das Eis während des
Gefrierens immer wieder durchgerührt
werden. Übernimmt das Gerühre auch
noch eine Eismaschine für Sie, wird das
Eis perfekt.
Fruchteis oder Fruchtsorbets kann man
übrigens ganz leicht aus Fruchtpüree
und etwas Zucker selbst herstellen. Per-
fektionisten verwenden spezielle Eispul-
ver. Im Kaufhaus finden Sie Eisförmchen,
in die Sie das Püree Ihrer Lieblingsobst-
sorten einfüllen können.
Milcheis ist aufwendiger in der Her-
stellung. Die Grundzutaten sind Milch,
Sahne, Zucker, Eigelb und geschmacks-
gebende Zutaten wie Schokolade, Va-
nilleschoten, Krokant etc. Da es sich um
natürliche Zutaten handelt und keine
künstlichen Zusatzstoffe enthalten sind,
ist selbst gemachtes Eis nicht so lange
haltbar. Es sollte innerhalb einer Woche
verbraucht werden.
Sorbets enthalten im Gegensatz zu
Milcheis weder Milch noch Sahne, so-
dass sie eine ganz besonders kalorienar-
me Art sind, den Sommer zu genießen.
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Der Eismann kommt. Er bringt Stracciatella und Pista-
zie, daneben einige Retro-Eissorten wie Schokolade
und Erdbeere. Außerdem viele Innovationen, irgend-
was mit ganzen Keksen drin und Müsli.Man probiert
alles, schließlich ist Sommer. Am nächsten Tag grum-
melt der Bauch.Hurra – ein Darminfekt!
Tipps zur Eiscreme-
herstellung
Fruchtstückchen
Sie sollten vorher gezuckert wer-
den, da sich ansonsten große Eis-
kristalle in ihnen bilden können.
Zucker
Feinkörniger Zucker, Puderzucker,
Honig oder Ahornsirup eignen
sich zum Süßen der Eiscreme.
Grobkörniger Zucker löst sich
schlecht auf.
Alkohol
Wenn Sie Ihr Eis mit Alkohol ver-
feinern möchten, verlängert sich
die Gefrierzeit. Und der Genuss
ist dann auch nur was für die Er-
wachsenen.
Cremiges Eis
Je fetthaltiger die Zutaten, desto
cremiger wird das Eis – aber um-
so weniger passt es in einen aus-
gewogenen Ernährungsplan.
© AbbieImages/istockphoto
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