Inform 2 / 2013 - page 16

02|2013
6.200 Frauen erkranken jedes Jahr
an Gebärmutterhalskrebs. Mit der
Einführung der Impfung gegen die-
se Krebsform ist davon auszugehen,
dass die Infektionsrate und damit
auch die Zahl der Neuerkrankungen
nach und nach zurückgehen werden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass auf
die klassische Vorsorge verzichtet
werden kann. Denn längst nicht alle
jungen Frauen lassen sich impfen, bei
anderen besteht zum Zeitpunkt der
Impfung bereits eine Infektion mit Pa-
pillomaviren (HPV).
Deshalb bleibt die Früherkennungs-
untersuchung unbedingt empfehlens-
wert. So kann frühzeitig erkannt und
behandelt werden. Die Impfung bietet
nur bei einigen der krebsauslösenden
Viren Schutz. Ob eine Infektion be-
steht, kann nur durch eine Untersu-
chung festgestellt werden.
Papillomaviren sind weit verbreitet,
man muss davon ausgehen, dass die
meisten sexuell aktiven Männer und
Frauen Kontakt mit den krebsauslö-
senden Viren gehabt haben. Das Virus
wird hauptsächlich beim Geschlechts-
verkehr übertragen. HPV kann auch
bei Männern Tumore verursachen,
allerdings wesentlich seltener als
bei Frauen. Nur bei einem geringen
Teil der infizierten Frauen entstehen
Zellveränderungen, die meist erst
Jahrzehnte später zu Gebärmutter-
halskrebs führen können. Ist die In-
Laut Robert-Koch-Institut beläuft sich der Anteil
der gegen HPV geimpften Frauen in Deutschland
auf gerade einmal
30–40%
#2
Gebärmutterhalskrebs
ist die zweithäufigste
Krebsart bei Frauen.
In Deutschland erkranken
jährlich 6.200 Frauen,
1.800 sterben daran.
Die bei Frauen häufigste
Krebsart ist Brustkrebs.
Besonders aggressiv
und potenziell krebs-
auslösend sind die
Hochrisikotypen
HPV-16,
HPV-18.
Sie sind für ca. 70 %
aller bösartigen Tumore
an der Gebärmutter
verantwortlich.
fektion ausgebrochen, kann sie nicht
behandelt werden. Das Immunsystem
ist aber meist in der Lage, sich gegen
die Viren erfolgreich zur Wehr zu set-
zen. Ein geschwächtes Immunsystem,
Infektionen oder Risikofaktoren, wie
das Rauchen, können die Abwehr
allerdings deutlich schwächen.
Die Impfung gegen Gebärmutterhals-
krebs kann nur vorbeugen. Deshalb
ist sie nur für junge Frauen sinnvoll,
die noch keinen Sexualkontakt hatten
und sich noch nicht infizieren konn-
ten. Die BKK vor Ort übernimmt
die Kosten der Impfung für Mädchen
von 12 bis 17 Jahren nach ärztlicher
Beratung.
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FRAUEN
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