Inform 1 / 2016
Table of Contents Table of Contents
Previous Page  29 / 32 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 29 / 32 Next Page
Page Background

29

rustkrebs ist leider keine seltene

Diagnose. Über 70.000 Neuerkran-

kungen gibt es jährlich, etwa 18.000

Frauen starben im Jahr 2014 an Brustkrebs. Die Wahr-

scheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, ist ungleich

verteilt. Denn es gibt eine Gruppe von Frauen, die ge-

netisch bedingt ein deutlich höheres Risiko haben als

alle anderen Frauen. Sie tragen ein lebenslanges Erkran-

kungsrisiko von durchschnittlich 60 Prozent für Brust-

krebs und durchschnittlich 40 Prozent für Eierstock-

krebs. Das Risiko für ein auf der Gegenseite gelegenes

(kontralaterales) Zweitkarzinom ist mit rund 40 Prozent

innerhalb von 25 Jahren ebenfalls

deutlich erhöht. Mit welcher Wahr-

scheinlichkeit ein genetisch bedingtes

Erkrankungsrisiko vorliegt, kann man

zunächst mithilfe einer Familienanam-

nese feststellen, das heißt, in welcher

Häufigkeit sind in der Familie bereits

Brust- und Eierstockkrebserkrankun-

gen vorgekommen und in welchem

Alter waren die Betroffenen. Ob tat-

sächlich ein Gendefekt vorliegt, darü-

ber gibt ein Gentest Auskunft.

»Die Gendiagnose zur Feststellung eines hohen Erkran-

kungsrisikos gehört in der Regel nicht zu den Leistun-

gen der gesetzlichen Krankenversicherung«, erläutert

Reinhard Brücker, Vorstandsvorsitzender der VIACTIV

Krankenkasse. »Wir wollen aber, dass unsere Versicher-

ten am medizinischen Fortschritt teilhaben. Deshalb bie-

ten wir ihnen dieses moderne diagnostische Verfahren

zur Feststellung eines familiär bedingten Brustkrebses

an. Hierzu haben wir Vereinbarungen mit den Universi-

tätskliniken in Köln, Düsseldorf und Kiel (hier befindet

sich die Vereinbarung aktuell im Unterschriftsverfah-

ren) abgeschlossen.« Das Bedürfnis nach Informationen

ist groß. Prominente Beispiele wie die Schauspielerin

Angelina Jolie haben die Probleme der Betroffenen in

die Öffentlichkeit gerückt. An Diagnose, Beratung und

Therapie müssen die höchsten Qualitätsmaßstäbe an-

gelegt werden, denn falsche Testergebnisse führen zu

falscher Beratung und Therapie. »Für die Unikliniken in

Köln, Düsseldorf und Kiel haben wir uns entschieden,

weil Diagnose und Beratung da erfolgen sollen, wo ein

Höchstmaß an Qualität und Erfahrung zu erwarten ist.«

Die Inanspruchnahme der Kliniken ist zwar unmittelbar

möglich, die VIACTIV empfiehlt aber zunächst eine Bera-

tung mit dem behandelnden Gynäkologen. »Unsere Ver-

tragspartner arbeiten bundesweit mit

von ihnen qualifizierten und regelmä-

ßig unterstützten Kooperationspart-

nern zusammen. Dies sind zertifizier-

te Brustzentren und gynäkologische

Krebszentren. Daher ist es also nicht

zwingend notwendig, dass sich Be-

troffene in Köln, Düsseldorf oder Kiel

persönlich vorstellen.«

Die Vereinbarungen sehen unter ande-

rem die Feststellung des tatsächlichen

Erkrankungsrisikos und die Verbes-

serung des Krankheitsverlaufes durch eine frühzeitige

Diagnostik vor sowie ausführliche Beratung zu vorbeu-

genden und therapeutischen Maßnahmen. Letztlich be-

deutet die Diagnose, dass jemand zur Hochrisikogruppe

gehört, nicht, dass die Erkrankung bereits ausgebrochen

ist oder zwangsläufig ausbrechen wird.

Informationen zum Thema familiärer Brust- und Eier-

stockkrebs gibt es bei der medizinischen Beratung der

VIACTIV jeden Tag rund um die Uhr unter

0800 1405 5412 2090.

B

VIACTIV übernimmt Kosten

für Brustkrebs-

Gendiagnose

© Catherine Lane / istock