Inform 1 / 2015
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01|2015

Von einem Tag auf den anderen kann alles geschehen. Ein kleiner

Pfropfen geronnenen Blutes reicht aus – nach dem Schlaganfall

ist nichts mehr so, wie es einmal war. Der halbe Körper kaum

noch zu gebrauchen, das Sprachvermögen massiv eingeschränkt.

Nach der Reha wieder zu Hause, drei Wochen später liegen bei

der Familie die Nerven blank. Sie braucht Hilfe. Dafür ist die

Pflegeversicherung da. Lesen Sie, welche Leistungen* Sie erwar-

ten dürfen.

—ANTRAGSVERFAHREN

WEBCODE

356

Für die Feststel-

lung einer Pflegestufe schicken wir Ihnen gerne ein Antrags-

formular zu. Rufen Sie uns einfach an. Sollten Sie sich in

einem Krankenhaus oder einer Rehabilitations-Einrichtung

befinden, können Sie den Sozialdienst der Einrichtung bitten,

Ihnen bei der Beantragung behilflich zu sein. Liegt uns Ihr

ausgefüllter Antrag vor, beauftragen wir den Medizinischen

Dienst der Krankenversicherung (MDK) zur Beurteilung Ihres

Hilfebedarfs. Im Allgemeinen vereinbart der MDK mit Ihnen

einen Begutachtungstermin in Ihrer häuslichen Umgebung.Wir

empfehlen Ihnen, den Termin gemeinsam mit einem nahen

Angehörigen oder eventuell Ihrem Pflegedienst wahrzuneh-

men. Liegt uns das Gutachten des Medizinischen Dienstes der

Krankenversicherung vor, teilen wir Ihnen das Ergebnis mit.

Je nach Hilfebedarf ist eine Einstufung in die Pflegestufen 0

bis III möglich. Sofern Sie eine Pflegestufe bewilligt bekom-

men, können Sie zum Beispiel folgende Leistungen der Pfle-

geversicherung in Anspruch nehmen:

Pflege zu Hause

—SACHLEISTUNGEN

WEBCODE

2291

(ambulante

Pflege durch professionelle Pflegekräfte)

Ihre Pflege wird

durch geeignete Pflegekräfte von zugelassenen ambulanten

Pflegediensten erbracht. Hier ist je nach festgestelltem

Hilfebedarf ein monatlicher Kostenzuschuss von bis zu

1.995 Euro möglich. Der Pflegedienst rechnet den Zuschuss

direkt mit uns ab.

Geeignete Pflegedienste in Ihrer Umgebung finden Sie unter

www.bkk-pflegefinder.de

.

—PFLEGEGELD

WEBCODE

2292

Wird die Pflege durch

eine private Person erbracht, kann ein Pflegegeld je nach Hil-

febedarf von bis zu 728 Euro monatlich ausgezahlt werden.

Voraussetzung hierfür ist, dass ein regelmäßiger Beratungs-

besuch durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgt. Dieser

prüft, ob die häusliche Pflege sichergestellt ist und ob geeig-

nete Maßnahmen zur weiteren Pflegeerleichterung veranlasst

werden können. Die Kosten des Beratungsbesuchs trägt die

BKK vor Ort für Sie.

—KOMBINATIONSPFLEGE

WEBCODE

2293

Wenn die pri-

vate Pflegeperson die Pflege nicht alleine sicherstellen kann,

können Sie sich zusätzliche Unterstützung durch eine zuge-

lassene ambulante Pflegeeinrichtung holen. In dieser Konstel-

lation können Sie die Pflegesachleistung und das Pflegegeld

kombinieren. Die Höhe des Pflegegeldes ist abhängig von den

erbrachten Leistungen des Pflegedienstes.

Pflege in einer Pflegeeinrichtung

—TEILSTATIONÄRE PFLEGE

WEBCODE

2294

Zusätzlich

zur »Pflege zu Hause« können Sie die Pflege in einer zugelas-

senen Tages- oder Nachtpflegeeinrichtung in Anspruch neh-

men. Je nach Hilfebedarf können wir Ihnen einen Kostenzu-

schuss für die pflegebedingten Aufwendungen** von bis zu

1.612 Euro monatlich gewähren.

—VOLLSTATIONÄRE PFLEGE

WEBCODE

2295

Ist häusli-

che oder teilstationäre Pflege nicht möglich, kann ein Zuschuss

von bis zu 1.995 Euro für die Aufwendungen der vollstatio-

nären Pflege gezahlt werden.

Bei den beschriebenen Leistungen handelt es sich nur um

einen kleinen Überblick über die Leistungen der Pflegeversi-

cherung. Gerne stehen wir Ihnen mit einer telefonischen Bera-

tung zur Verfügung.

Hotline: 0800 222 12 11

* Voraussetzung hierfür ist eine Vorversicherungszeit von zwei

Jahren in den letzten zehn Jahren vor Antragstellung.

** Ohne Unterkunft/Verpflegungs- und Investitionskosten.

PFLEGEVERSICHERUNG

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