Inform 1 / 2015
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01|2015

IMPRESSUM

Herausgeber:

BKK vor Ort

Universitätsstraße 43

44789 Bochum

Kontakt:

Kostenlose

Servicenummer

0800 222 12 11

Mo.–Fr. 07.30–18.00 Uhr

kostenlos aus dem

dt. Festnetz

inform@bkkvorort.de

Verantwortlich im Sinne

des Pressegesetzes:

Reinhard Brücker, Vorstands­

vorsitzender der BKK vor Ort

Redaktion:

Monika Hille, Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit der BKK

vor Ort

Konzept und Gestaltung:

Anders Björk GmbH, Lübeck

www.bjoerk.de

Druck:

Eversfrank Druck GmbH & Co. KG,

Preetz,

www.frankdruck.de

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Gesamtauflage: 490.000

Bezugspreis ist im Mitgliedsbei­

trag enthalten. Die im Magazin

veröffentlichten Anzeigen dienen

der Finanzierung des Magazins

und stellen weder ein Leistungs­

angebot noch die Meinung der

BKK vor Ort dar.

Die Daten der Gewinnspiel­

teilnehmer werden von der BKK

vor Ort gespeichert.

Liebe Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Sie heute wieder beim Lesen

unserer ersten inform-Ausgabe des Jahres 2015

begrüßen zu dürfen. Sehr gerne würde ich Ihnen

nur

positive Nachrichten zum Frühling über-

bringen. Was die BKK vor Ort anbetrifft kann

ich das auch.

Unser Beitragssatz blieb stabil –

Unsere Leistungen auch.

Während um uns herum Krankenkassen

Leistungen zurückfahren, bleiben wir bei unse-

rem Versprechen: »Alles bleibt wie es ist und

wir haben noch mehr besondere und innovative

Gesundheitsangebote für Sie!«

Osteopathie

ist beispielsweise bei Ihnen

die beliebteste unserer Zusatzleistungen. Im letz-

ten Jahr waren rund 14.000 Versicherte beim

Osteopathen, je Patient sind im Schnitt zwischen

drei und vier Therapien durchgeführt worden.

Für bis zu sechs Behandlungseinheiten pro Jahr

zahlen wir 90 Prozent der Kosten – maximal

60 Euro je Einheit, das macht jährlich bis zu

360 Euro. Die BKK vor Ort wendete hierfür ins-

gesamt rund 2,8 Millionen Euro auf. Das sind

Sie uns wert. AnderenWettbewerbern war das zu

teuer, sie haben zum Jahreswechsel Leistungen

zusammengestrichen, auch um den Zusatzbei-

trag niedrig zu halten. Wir sind aber von unse-

ren Zusatzleistungen überzeugt und werden uns

nicht einschränken. Die Inanspruchnahme zeigt,

wie wichtig Ihnen zum Beispiel diese Behand-

lungsart ist. Der Preis ist nicht alles! Wer seine

Kasse zugunsten des billigsten Angebotes wech-

selt, muss damit rechnen, dass dies zu Lasten der

Leistungen und des Service geht.

discovering hands

ist eine neue und wirk-

lich sehr besondere Untersuchung zur Früh­

erkennung von Brustkrebs. Allein in Deutschland

erkranken jedes Jahr rund 60.000 Frauen daran.

Auch hier gilt: je früher der Krebs erkannt wird,

desto besser! Unser Plus: discovering hands. Dies

ist eine Untersuchungsmethode, die von spezi-

ell ausgebildeten blinden Tastuntersucherinnen

durchgeführt wird. Blinde Menschen haben ihre

anderen Sinne stärker ausgeprägt als sehende

Menschen. Ihr Handicap ist ihre Begabung – mit

ihrem feineren Tastsinn können sie auch kleinere

Knoten und Anomalien besser und früher identi-

fizieren. Lesen Sie dazu auch Seite 14.

Kassensturz bei den Sozialsystemen –

Besorgnis ist mehr als angebracht

Leider kann ich Ihnen aber auch schlechte

Nachrichten nicht ersparen. Dr. Maximilian

Gaßner, frischgebackener Ex-Präsident des Bun-

desversicherungsamtes, prognostizierte jüngst,

dass es mit der auskömmlichen Finanzsituation

erst einmal vorbei sei. Und das gelte neben der

Krankenversicherung auch für die Rentenver-

sicherung. Grund hierfür seien die erheblichen

Kostensteigerungen sowie abgesenkte Bundes-

zuschüsse an die Krankenkassen.

Gerechtere Verteilung der Beiträge

Und auch in Sachen Verteilung der Beiträge

aus dem Gesundheitsfonds ist Nachbesserung

durch die Regierung dringend vonnöten. Per

Gesetz wurde der Konkurrenzkampf der Kran-

kenkassen quasi verordnet – zumWohle des Ver-

sicherten. In Wahrheit gibt es sehr wenig Mög-

lichkeiten eines echten Wettbewerbs. Und schon

gar nicht solche, die der besseren Versorgung der

Menschen dienen würden. Stattdessen ist der

Finanzausgleich, wie die Experten im Bundes-

versicherungsamt gegenüber dem Handelsblatt

kürzlich ausführten, ungerecht. Das Geld aus

dem Topf kommt einigen Kassenarten und Kas-

sen zu Gute, andere werden für ihr wirtschaft-

liches Handeln und ihre Versichertenstruktur

benachteiligt.

Ein Gespenst geht um –

sein Name ist »Ärztemangel«

Die Zahl der Arztpraxen sinkt und das vor

allem auf dem Land. Sie sind jetzt sicher der Mei-

nung, dass die Krankenkassen hier ja wohl Ein-

fluss nehmen können. Das ist leider ein Irrtum.

Wir bezahlen zwar die Versorgung (und das mit

Ihren Beiträgen), haben aber in Sachen Steuer­

ung nichts zu melden. Die liegt ausschließlich in

den Händen der Kassenärztlichen Vereinigungen.

Nur sie können dafür Sorge tragen, dass es über-

all genügend Hausärzte gibt. Höchste Zeit zum

Umdenken! Und auch die Politik ist gefordert,

die Rahmenbedingungen deutlich zu verbessern.

Junge Mediziner, vor allem die Frauen, streben

viel eher nach einem Angestelltenverhältnis in

einer Gemeinschaftspraxis oder einem Medizini-

schen Versorgungszentrum. Da muss etwas pas-

sieren. Wir werden dies weiter anmahnen.

Titel: © ia_sto / photocase

Reinhard Brücker

Vorstandsvorsitzender