Table of Contents Table of Contents
Previous Page  18 / 32 Next Page
Information
Show Menu
Previous Page 18 / 32 Next Page
Page Background

18

01|2015

Im Frühling beginnt die Natur wieder damit, uns den Tisch zu

decken. Der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen

von Wildkräutern bringt den Körper nach demWinter schnell

wieder auf Touren. Da Wildkräuter nicht gedüngt werden,

können wir sie bedenkenlos für die Küche und auch für die

Hausapotheke nutzen.

Das Sammeln von Kräutern ist eine gute Gelegenheit, die

Natur näher kennenzulernen und sich an der frischen Luft zu

bewegen. Wildkräuter sollten Sie nicht an viel befahrenen

Straßen, gedüngten Feldern beziehungsweise Hundespazier­

wegen sammeln. Sie sollten auch nur Kräuter sammeln, die

Sie 100-prozentig bestimmen können. Um mehr Sicherheit

bei der Bestimmung von Wildkräutern zu bekommen, ist die

Anschaffung eines Kräuterbuchs oder der Besuch einer

Kräuterwanderung sinnvoll.

Viele Wildkräuter tun wir leichtfertig als »Unkraut« ab – die

Kenntnisse über ihre geheimen Kräfte sind in unserer zivili­

sierten Welt leider weitestgehend verloren gegangen. Des­

halb hier eine kleine Liste der Kräutlein und Blümchen, die

Sie sicher kennen … und gut einmal ausprobieren können:

vielen Mineralstoffen. Gänseblümchen können komplett ver-

zehrt werden. Sie haben eine stoffwechselanregende Wirkung

und sind durch ihren entschlackenden Effekt ein natürliches

Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Giersch

Giersch ist der Schrecken aller Hobbygärtner. Hat er sich ein-

mal angesiedelt, ist er fast nicht mehr zu bändigen. In ihm ste-

cken sehr viel Vitamin C, Kalium, Kupfer, Mangan und Eisen.

Sein Erkennungsmerkmal ist der im Querschnitt betrachtet

dreieckige Stiel. Dieser unterscheidet ihn von seinen giftigen

Doppelgängern. Sein Geschmack ist sehr mild, erinnert etwas

an Petersilie. Er ist sehr gut geeignet zur Herstellung eines

Salates und kann ebenso als Gemüse wie Spinat zubereitet

werden. Auch beim Giersch sollten Sie jüngeren Blättern den

Vorzug geben.

Brennnessel

Endlich können Sie sich für den ein oder anderen schmerzhaf-

ten Kontakt rächen und auf die Jagd nach jungen Brennnesseln

gehen. Brennnesseln sind eine wahre Vitaminbombe. Sie ent-

halten dreimal so viel Vitamin C wie Brokkoli, zudem liefern

sie Kieselsäure und viele sekundäre Pflanzenstoffe. Sie sollten

allerdings bei der Ernte und auch beim Verlesen Handschuhe

tragen. Streicht man über die Blätter, brechen die Brennhaare

ab und die Blätter können problemlos roh als Salat verzehrt

werden. Ein kurzes Blanchieren ist aber der sicherere Weg:

Durch das Erhitzen werden die Brennhaare zerstört.

Wildkräuter-

Frühlingsküche

Gänseblümchen

Sie sehen nicht nur niedlich aus, sie schmecken auch. Ihr leicht

nussiger Geschmack wertet jeden Salat geschmacklich und

optisch auf. Sie sind reich an Vitamin C, Bitterstoffen und

© dioxin / photocase