Inform 1 / 2015
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www.bkkvorort.de

gehört. Histamin ist ein Hormon und Neuro-

transmitter. Es hat massive Auswirkungen auf

den Kreislauf, die Herzfunktion und verschie-

dene Hirnfunktionen. Davon will man nicht zu

viel auf einmal intus haben. Aber genau das pas-

siert, wenn das Immunsystem durchdreht.

Wie behandelt

man eine Allergie?

Für die Behandlung der allergischen Symptome

ist es wichtig, die Ursache zu kennen. Klären Sie

beim Arzt ab, auf welche Stoffe Ihr Körper mit

allergischen Symptomen reagiert. Ist der verur-

sachende Stoff bekannt, sollten Sie diesen mei-

den. Ist dies nicht vollständig möglich, gibt es

Arzneimittel, die eingenommen oder lokal ver-

wendet werden.

Antiallergika (viele rezeptfrei, nur in Apothe-

ken) hemmen die Freisetzung von Histamin und

weiteren Stoffen. Einige müssen angewendet wer-

den, noch bevor der Körper mit einem Allergen

in Kontakt kommt. Wenn der Arzt diagnostiziert,

dass nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel

zur Behandlung einer Allergie medizinisch not-

wendig, zweckmäßig und ausreichend sind, darf

der Arzt diese Mittel für Kinder ab zwölf Jahren

grundsätzlich nicht auf einem Kassenrezept ver-

ordnen. Die nicht verschreibungspflichtigen (frei

verkäuflichen) Arzneimittel können Sie jedoch

ohne Rezept in der Apotheke bekommen.

Wann

übernimmt die

BKK vor Ort

die Kosten für

Arzneimittel?

Nur in bestimmten Ausnahmefällen wer-

den die Kosten für frei verkäufliche Notfallsets

zur Behandlung bei Bienen-, Wespen-, Hornis-

sengift-Allergien von uns übernommen. Ferner

sind nicht verschreibungspflichtige Antihistami-

nika nur zur Behandlung schwerer rezidivieren-

der Urtikaria (Nesselsucht) und nur bei schwer-

wiegendem, anhaltendem Pruritus (Juckreiz)

Kassenleistung.

Auch die Hyposensibilisierung kann helfen.

Hierbei werden die auslösenden Stoffe regelmä-

ßig in abgeschwächter Form injiziert oder ein-

genommen. Sind die Verursacher einer Allergie

eindeutig identifiziert, bringt die Hyposensibili-

sierung vor allem bei Insektengift- und Pollen­

allergien gute Erfolgsraten mit bis zu 80 Prozent

Heilungschance.

Vermeiden ist

besser als heilen

Als Pollenallergiker sollten Sie Fenster und

Türen während des größten Pollenflugs geschlos-

sen halten. In der Allergiesaison ist es ratsam,

abends kurz zu duschen oder die Haare zu

waschen, um Pollen auf dem Körper und in den

Haaren zu entfernen. Mithilfe eines Pollenflug-

kalenders (in vielen Apotheken erhältlich), der

Pollenflugvorhersage (Zeitung, Funk, Fernsehen)

und unter

www.pollenflug.de

können Sie in der

Hochsaison rechtzeitig schützende Maßnahmen

ergreifen.

Fahren Sie im Urlaub möglichst in allergie-

arme Regionen, etwa an die See oder in die Berge.

Arzneimittel-Hotline

 0800 588 89 70 

arzneimittel@

bkkvorort.de

Heuschnupfen

25%

Kontaktallergien

8,5%

Neurodermitis

6,5%

Nahrungsmittel

6,0%

Hausstaubmilben

5,0%

Insektengift

2,5%

Anteil der Allergiker

an der deutschen

Bevölkerung

nach Allergie im Jahr 2011

Deutschland; 2011; 18–65 Jahre

Quelle: ECARF, © Statista 2014