Sie können wesentlich dazu beitragen, dass Ihre Arzneimitteltherapie so sicher
und erfolgreich wie möglich ist. Folgende Hinweise sollten Sie deshalb zu Ihrer
eigenen Sicherheit beachten:
Um hier nicht den Überblick zu ver-
lieren, ist ein Medikationsplan eine
große Hilfe. Dieser listet alle Informa-
tionen zur richtigen Anwendung von
Arzneimitteln übersichtlich auf.
Im Rahmen des „Aktionsplans zur
Erhöhung der Arzneimitteltherapie-
sicherheit in Deutschland“ haben
Experten unter Führung des Bundes-
ministeriums für Gesundheit Anforde-
rungen für einen einheitlichen Medi-
kationsplan erstellt. Die BKK vor Ort
hat diese Vorgaben für Sie bereits heu-
te in einem Vordruck umgesetzt, der
individuell ausgefüllt werden kann.
1.
Führen Sie bitte eine Liste aller
Arzneimittel, die Sie derzeit einneh-
men bzw. anwenden. Die Liste sollte
aktuell sein und den Arzneimittel-
namen sowie die für Sie vorgesehene
Dosierung Ihrer Arzneimittel enthal-
ten. Berücksichtigen Sie dabei neben
den verordneten auch die ohne Rezept
gekauften Arzneimittel.
2.
Legen Sie bitte die Liste bei je-
dem Arztbesuch vor. Es ist wichtig für
Ihren Arzt zu wissen, welche Arznei-
mittel Sie einnehmen bzw. anwenden,
um Ihre Symptome richtig einzuord-
nen und die für Sie richtige Therapie
vorzuschlagen. Ihre gesamte Arznei-
mitteltherapie kann so regelmäßig
überprüft werden. Fragen Sie Ihren
Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich
unsicher fühlen.
3.
Führen Sie bitte die Liste Ihrer
Arzneimittel auch mit, wenn Sie in der
Apotheke Ihr Rezept einlösen oder
ein Arzneimittel ohne Rezept kaufen.
Auch die Einnahme bzw. Anwendung
von Arzneimitteln, die Sie ohne Re-
zept kaufen, kann zu Risiken führen,
insbesondere dann, wenn Sie gleich-
zeitig weitere Arzneimittel einnehmen
In diesen können Sie persönliche An-
gaben eintragen wie zum Beispiel
Ihren Hausarzt. Wichtige Informati-
onen für Ihren Arzt sind die Hinwei-
se auf besondere Lebenssituationen
wie Schwangerschaft und Stillzeit,
Nierenersatztherapie (Dialyse), Aller-
gien oder Unverträglichkeiten (zum
Beispiel Milchzucker). Diese Infor-
mationen können im Notfall Ihr Le-
ben retten, da Sie dem Notarzt dann
schriftlich vorliegen. Daher sollten Sie
diesen Arzneimittelpass immer mit
sich führen. Alle Angaben sind selbst-
verständlich freiwillig, für das Ausfül-
len dieses Arzneimittelpasses dürfen
Ihnen von Ärzten, Therapeuten etc.
keine Gebühren in Rechnung gestellt
werden. Sehr hilfreich ist es für Ihren
Haus- oder Facharzt, Apotheker oder
Pflegedienst, wenn er weiß, welche
Arzneimittel bereits eingenommen
werden. Dies betrifft auch frei ver-
käufliche Arzneimittel, Nahrungs-
ergänzungsmittel (NEM) oder be-
stimmte Nahrungsmittel (Grapefruit).
Liegen all diese Informationen allen
Beteiligten vor, kann Ihre Arznei-
therapie gezielt auf unerwünschte
Wechselwirkungen hin analysiert und
diese somit vermieden werden.
bzw. anwenden. Ihr Apotheker berät
Sie gern hierzu.
4.
Bitte beachten Sie alle Hinweise
zur Einnahme bzw. Anwendung Ih-
rer Arzneimittel. Voraussetzung für
eine sichere und wirksame Therapie
ist, dass die notwendigen Arzneimittel
in der richtigen Dosierung und Häu-
figkeit und genausolange wie nötig
eingenommen bzw. angewendet wer-
den. Entscheidend ist es für manche
Arzneimittel auch, wie sie eingenom-
men werden, zum Beispiel vor, zum
oder nach dem Essen oder mit viel
Flüssigkeit. Informationen dazu fin-
den Sie auch in der Packungsbeilage.
5.
Bitte achten Sie darauf, ob neue
Beschwerden auftreten. Jedes Arznei-
mittel kann Nebenwirkungen haben.
Außerdem können Wechselwirkun-
gen mit anderen Arzneimitteln oder
bestimmten Lebensmitteln auftreten.
Diese sind in der Packungsbeilage auf-
geführt und werden Ihnen von Ihrem
Arzt oder Apotheker erklärt. Wenn
bei Ihnen während der Therapie mit
einem Arzneimittel neue Beschwerden
auftreten, informieren Sie bitte Ihren
Arzt oder Apotheker.
6.
Beachten Sie bitte neue akute Er-
krankungen bei bereits bestehender
Dauertherapie. Durch eine akute Er-
krankung, insbesondere wenn diese
es unmöglich macht, ausreichend zu
trinken und zu essen, kann ein Anpas-
sen oder Unterbrechen der gewohnten
Therapie einzelner Arzneimittel erfor-
derlich sein. Besprechen Sie dies bitte
mit Ihrem Arzt.
7.
Bitte beachten Sie auch: Arzt und
Apotheker sind in vielen Fällen gesetz-
lich verpflichtet, Ihnen bei gleichem
Wirkstoff ein preisgünstiges Arznei-
mittel zu verordnen bzw. abzugeben.
Es kann sein, dass Medikamente an-
ders verpackt sind oder anders ausse-
hen. Fragen Sie bitte Ihren Arzt oder
Apotheker, was Sie in diesem Zusam-
menhang beachten müssen.
8.
Bitte vergewissern Sie sich, dass Sie
alle Informationen richtig verstanden
haben. Machen Sie sich, wenn nötig,
Notizen und haben Sie keine Beden-
ken, noch einmal nachzufragen.
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